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Ausstellung / Naturwissenschaft & Technik
Freitag, 24.06.22, 07:00 Uhr

Botanica

Über 70 Veranstaltungen in 25 botanischen Gärten in der ganzen Schweiz. Der Klimawandel ist in der Natur bereits deutlich sichtbar, so auch bei vielen Alpenpflanzen. Wegen zunehmender Temperaturen, einer länger dauernden Vegetationszeit und vermehrter Nährstoffeinträge aus der Luft steigen die meisten Gebirgspflanzen in die Höhe. So gerät die alpine Flora wegen den nach oben wandernden Pflanzenarten unter verstärkten Konkurrenzdruck. Lernen Sie mithilfe der vorliegenden Broschüre 25 ausgewählte Alpenpflanzen kennen und wie diese auf den Klimawandel reagieren. Besuchen Sie die porträtierten botanischen Gärten, wo nebst einer wunderbaren, lebendigen Sammlung eine Vielzahl an alpinen Pflanzen mit viel gärtnerischem Wissen kultiviert wird. Die Schweiz ist stark vom Klimawandel betroffen: So stieg die Jahresdurchschnittstemperatur seit 1864 um etwa 2°C, zum grössten Teil in den letzten Jahrzehnten. Der Winter 2019/2020 war der mildeste seit 155 Jahren. Bei ungebremst steigenden Treibhausgasemissionen ist eine weitere Zunahme der Jahresmitteltemperatur von 2 bis 3°C bis Mitte des Jahrhunderts möglich. Die Forschung geht davon aus, dass sich die Erwärmung nur mit einer raschen und umfassenden Senkung des weltweiten Ausstosses von Treibhausgasen drosseln lässt. Dazu dient das Klimaschutzabkommen von Paris, das 2015 verabschiedet und nebst der Schweiz von 194 Staaten ratifiziert wurde. Es sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber 1850 vor. Wird dieses Ziel nicht erreicht, hat dies für die Schweiz weitreichende Folgen: Die Wetterextreme nehmen zu. Die Sommer werden trockener und weisen längere Trockenperioden auf. Die Höchsttemperaturen steigen, und Hitzesommer könnten zur Normalität werden. Starkniederschläge häufen sich und werden intensiver ausfallen als heute. Im Winter wird es wärmer, deshalb fällt Niederschlag häufiger in Form von Regen als von Schnee. Besonders in tieferen Lagen wird es weniger und seltener schneien. Die bisherige Klimaerwärmung hat sich bereits stark auf das Vorkommen von Schnee und Eis ausgewirkt. So haben die Alpengletscher seit 1850 rund 60 Prozent ihres Volumens eingebüsst. Dieser Trend wird sich weiter verschärfen.

Veranstaltungsort

Botanischer Garten
Zollikerstrasse 107
8008 Zürich